Das Thema mit der Wasserlage ist für viele nicht besonders schön. Die Wasserlage ist jedoch die Grundlage des Kraulschwimmens! Aus Erfahrung beginnen die meisten Schwimmer mit falschen Anweisungen und sind daher direkt zu Beginn frustriert und denken, dass Kraulschwimmen etwas ganz besonderes ist, und nur für „Auserwählte“ bestimmt zu sein scheint. Im Prinzip ist es relativ leicht, Kraulschwimmen zu lernen, wenn man das Ganze in der richtigen Reihenfolge angeht. Die Grundlage sollte immer eine stabile, horizontale Wasserlage sein. Richtig im Wasser zu liegen wird hauptsächlich durch eine korrekte Kopfhaltung gesteuert. Der Blick beim Schwimmen geht nach unten und das Kinn ist leicht zur Brust gezogen.

 

 

Auf diesen beiden Bildern sehen wir Katie Ledecky und Sun Yang und können beobachten, wie beide das Kinn zur Brust nehmen und damit den Kopf sogar unter die Wasseroberfläche drücken. Wir erreichen dadurch nicht nur eine bessere Wasserlage, sondern verringern gleichzeitig den frontalen Wasserwiderstand, da die durch eine zu hohe Kopfhaltung entstehende Bugwelle am Kopf deutlich verringert wird. Für Anfänger ist diese Technik oft unnatürlich, weil man nicht sieht wo man hinschwimmt.

Kleiner Tipp auf diesem Weg – dazu gibt es am Beckenboden die schwarzen Striche und am Ende der Bahn das „T“ um dem Schwimmer zu signalisieren, dass das Ende der Bahn naht.

 

Warum Deine Lunge Unterwasser voll sein sollte

Als nächstes solltet ihr darauf achten, dass ihr immer Luft in der Lunge habt, wenn ihr schwimmt. Eine volle Lunge beeinflusst eure Wasserlage enorm und macht es euch auch leichter Körperspannung aufzubauen. Die Luft wird erst kurz vor dem erneuten Einatmen schnell abgeatmet. Mit etwas Übung solltet ihr dazu in der Lage sein mit der richtigen Kopfposition und einer vollen Lunge auf dem Wasser zu liegen, ohne dabei unter zu gehen. Für Beginner, die ganz neu beim Kraulschwimmen sind, ist es sehr wichtig, die einzelnen Bewegungsabläufe zu isolieren.

Es ist schwer sich auf mehrere neue Bewegungen auf einmal zu konzentrieren. Es macht daher Sinn, sich durch den Einsatz von Hilfsmitteln auf einzelne Aufgaben zu beschränken.

Wer also Schwimmen lernen möchte, sollte sich folgende „Schwimm-Tools“ zulegen: Schwimmschnorchel, Pullkick, Flossen

 

3 Technik-Übungen to go

1.Isolieren des Armzuges mit Pullkick zwischen den Beinen und mit Schnorchel: Auf diese Weise könnt ihr atmen, wann ihr wollt und könnt euch komplett auf die Bewegung eurer Arme konzentrieren. Das Pullkick wird euch mit genug Auftrieb unterstützen, so dass eure Beine immer an der Wasseroberfläche bleiben werden.

2. Isolieren der Beinarbeit mit Pullkick: Diesmal legt ihr eure Arme auf das Pullkick und isoliert so die Beinarbeit. Erleichtert wird diese Aufgabe weiter durch den Einsatz des Schnorchels. Ihr könnt so das Gesicht ins Wasser nehmen und mit optimaler Kopfposition für eine bessere Wasserlage sorgen. Fortgeschrittene können später auch das Pullkick weglassen.

3. Wenn ihr euch sicher fühlt könnt ihr mit Flossen beginnen zum ersten Mal die Arme und die Beine gleichzeitig zu bewegen. Der extra Auftrieb der Flossen wird euch Sicherheit geben und die ersten kompletten Kraulbewegungen erleichtern. Auch hier hilft zu Beginn der Schnorchel, weil ihr euch damit nicht zusätzlich auf das Timing und den Ablauf der Atmung konzentrieren müsst.