Heute geht es weiter mit der Möglichkeit von den Fehlern, die ich als Athlet gemacht habe, zu lernen. Wie auch im letzten Artikel bin ich mir sicher, dass sich hier einige wiederfinden werden.

  1. Dehnung / Beweglichkeit

Ich bin sehr früh mit Clubs und Programmen in Verbindung gekommen, in denen hart und viel trainiert wurde. Man kann sagen, dass eine harter Charakter geschult wurde und auch durchaus angesehen war. Dementsprechend ging es immer mehr darum, wer am härtesten und am besten trainiert oder “geraced” hat. Dehnung und die damit verbundene Verbesserung der Beweglichkeit ist da oft oder in meinem Fall eigentlich immer zu kurz gekommen. Es war nicht wirklich anstrengend, sondern eher nervig und wurde daher einfach weggelassen. Rückblickend würde ich das nicht noch einmal so machen. Wenn man einen Sport und die eigene Ziele ernst nimmt, dann sollte man alles tun was möglich ist, um die maximale Leistung bringen zu können. Dehnung ist ein wichtiger Bestandteil für die Regeneration und auch die optimale Ausführung der Technik im Wasser. Besonders für Triathleten ist die Beweglichkeit in den Schultern sehr wichtig, da sie in den meisten Fällen unterdurchschnittlich ausgebildet ist. Ihr werdet euch wundern, wie viel ihr mit regelmäßiger Dehnung noch aus euch rausholen könnt.

2.  Ernährung

Wer mich früher als aktiven Schwimmer gekannt hat, der weiss wie schlecht ich mich tatsächlich ernährt habe. Ich möchte jetzt nicht in die Details gehen aber ich sage mal, dass es gar nicht so einfach ist sich noch schlechter zu ernähren als ich damals. Im Prinzip ist es mit der Ernährung ziemlich leicht und ihr könnt es euch so vorstellen: Euer Körper ist die Maschine und die Ernährung ist der Treibstoff, der die Maschine am laufen hält! Wenn ihr schlecht esst und zu wenig trinkt, dann wird euer Körper nicht optimal funktionieren. Es gibt Nährstoffe, die eure Regeneration und Leistung fördert und es gibt ebenso “Nährstoffe”, die euren Körper mit der Verstoffwechselung dieser Nahrung nur belasten und die euch schaden.

Hier 3 Tipps, auf die ihr alle achten solltet:

  1. Mehr trinken
  2. so gut es geht auf Zucker verzichten
  3. gut kauen (denn so hat euer Verdauungssystem viel weniger zu tun, als wenn ihr euer Essen in Brocken herunterschlingt)

Diese Tipps sind sehr simple aber werden euch schon sehr viel weiterbringen, wenn ihr darauf achtet.

 

3. Ausreichend schlafen

Dieser letzte Tipp ist wieder extrem simple aber leider für viele sehr schwer umzusetzen. Das Problem hierbei ist, dass wir heutzutage ständig und zu jeder Zeit mit der ganzen Welt verbunden sind und dadurch schnell das Gefühl auftauchen kann, dass man etwas verpasst. Ich habe oft noch 2 Stunden im Bett gelegen und YouTube Videos angeschaut oder mich mit Leuten auf diversen Chats unterhalten. Das geht jetzt schon eher in Richtung Lifecoaching aber was solls….Leute, geht ins Bett und ruft die Menschen, mit denen ihr wirklich reden möchtet am besten an. Da hat jeder mehr davon und ihr erholt besser, weil ich mehr Schlaf bekommt.

Als Faustregel, solltet ihr versuchen so viele Stunden Schlaf wie möglich vor Mitternacht zu sammeln und dafür lieber den nächsten Tag früher beginnen. Mein Coach in den USA hat damals gesagt, dass man sich die Stunden vor Mitternacht wie ein Depot vorstellen soll, in das man einzahlt. Am Ende der Saison ist die Wahrscheinlichkeit auf eine super Leistung besser, wenn das Depot voll ist!

 

Ich hoffe ich konnte euch wieder mit ein paar meiner alten Fehler helfen! No Body ist perfect – but we should all strive to be ;)

Jan