Moin moin liebe Swimazer.

Jetzt soll, nein darf, ich hier ein wenig über mich und der Swimazing/Triathlon Reise schreiben. Cool. Fangen wir an.

Zu mir: Ich bin Marco, 44 Jahre und komme aus einer der schönsten Städte der Welt, Hamburg. Mein Leben war und ist schon immer mit Sport verbunden gewesen. Von klein auf an war es der Fußball, der mein Leben bestimmte – wie soll es auch anders sein. Dieses Kapitel ging bis 2006, ich war immer recht ehrgeizig und ambitioniert dabei. Doch dann war einfach die Luft raus. Ich hing die Fußballschuhe an den Nagel. Es folgte eine Zeit ohne Sport. Ganze vier Jahre! Gut, ab und an fand man mich in der lokalen Soccerhalle an. Lass es zwei, drei Mal gewesen sein. Wenn es hochkommt!

 

Kein Bock mehr auf Crosser, lass mal Laufen!

Dagegen war ich weltklasse im Essen. Und davon immer nicht zu knapp. Auch das ein oder andere Bierchen wurde abends gezischt. Man lebte gut. Dann, nach 4 Jahren, schaute ich an mir runter: „Hmm das kann es jetzt auch nicht gewesen sein“, grübelte ich. „Solltest vielleicht doch mal wieder etwas sportlich aktiv sein.“

Und so startete ich Anfang 2011 mein sportliches Comeback. Klassisch im Fitnessstudio. Stolze 114kg zeigte die Waage damals an. Was ne Ansage…Ich beschloss den Kilos den Kampf anzusagen. Der Sport wurde wieder ein guter Freund meines Alltags. Schnell wurden aus 2-3 Sessions 3 bis 4 pro Woche. Die Pfunde purzelten langsam und die Kombi Kraft und Ausdauertraining machte mir Spaß. Doch auf Dauer war ich vom Crosser als Ausdauereinheit gelangweilt. „Ach lauf doch mal draußen, vielleicht macht das ja doch Spaß“, dachte ich mir. Dazu muss ich sagen, dass ich zu meiner Fußballerzeit jede Form von Ausdauerlauf gehasst habe. Dennoch begann ich am Wochenende draußen zu laufen. Schon beim zweiten Lauf bekam ich in diesen viel zitierten „Flow“. Geiles Ding! Schon sehr bald setzte ich mir das erste ambitionierte Ziel: Es musste ein Halbmarathon her! Zeitsprung. Februar 2013, bei Minusgraden und eisigem Wind: Geschafft! Glücksgefühle, auch wenn gefühlt keine Körperstelle nicht weh tat. Egal! Aber ganz ehrlich: Marathon? Das Ganze noch mal laufen? Never!

Zwei Tage später meldete ich mich für meinen ersten Marathon an.

Aus der Schnapsidee wurde dann leider nichts. Ein ungeplanter Ausreißer zum Fußball bescherte mir eine nicht so geile Verletzung. Die Achillessehne war durch…Meine Marathon Vorhaben verschob ich auf 2014. Leider merkte ich recht schnell, dass Marathon laufen wohl eher nichts für meinen Körper ist. Die Wehwehchen meldeten sich einfach zu oft. Tja und dann…

 

„Mach doch mal Triathlon“,

meldete sich 2014 meine innere Stimme. Viel Abwechslung, auch wenn das Schwimmen eine große Herausforderung werden wird. Trotz aller Bedenken spuckte dieser Gedanke jetzt in mir. Und dann, im Dezember 2014, war es soweit: Ich fuhr an einem Sonntagmorgen zum ersten Mal in meinem Leben ins Schwimmbad – um zu „schwimmen”…oder war es überleben? Einfach mal etwas den Kopf unter Wasser, Luft dort auspusten, bisschen Brustschwimmen. Ja, es war eher überleben als wirkliches schwimmen. Und an Kraulen war da sowieso noch nicht zu denken. Der erste Versuch endete nach satten 10 Metern. „Ach und versuch doch mal Kraul“, dachte ich mir.

Der erste Versuch ging satte 10 Meter weit.

Dann fiel mir ein, dass man ja auch mal atmen könnte. Von all dem völlig überfordert, verschluckte ich mich beim Atemversuch so sehr, dass ich erstmal halb sterbend am Beckenrand abhusten musste. Was wohl die Leute gedacht haben müssen? Trotzdem versuchte ich mich Woche für Woche weiter am Kraul schwimmen. Machte Fortschritte, trat in den Lufthansa Sportverein ein (der auch eine Triathlon Schwimmgruppe hat) und irgendwann wurden die Kraulstrecken immer länger. Langsam aber immerhin!

Über Facebook lernte ich dann Swimazing kennen. Das muss so knapp halbes Jahr nach Start der Community gewesen sein. Mir haben von Beginn an die Trainingspläne gefallen. Nicht allzu viel Technikübungen (die mich immer frustrierten, da sie mir sau schwer fielen und anstrengender als das Schwimmen waren), dazu 1-2 Hauptaufgaben, auf die es in der Einheit drauf ankommt. Klasse. So machte ich relativ schnell (zeitliche) gute Fortschritte. Das Schwimmen machte immer mehr Spaß, so dass ich schnell 3x, teilweise 4x, die Woche ins Wasser sprang. Die wöchentlichen Livestreams halfen mir sehr um weitere gute Tipps in Sachen Technik etc. ins Wasser zu bringen. Überhaupt gefällt mir die schnelle und unkomplizierte Facebook Gruppe, bei der mir alles an Fragen in kürzester Zeit beantwortet wird.

 

Hallo, Iromman & Projekt Lila Badekappe!

Nun ja, und dann? Außer einer kleinen, privaten Auszeit, schwamm ich diese Saison regelmäßig und kratze Mitte dieses Jahres an der Lila Badekappe. Leider zog ich mir 2 Wochen vor dem diesjährigen Ostseman113 einen Muskelfaserriss im Gluteus zu. Somit war die Saison dann für mich früher zu Ende als geplant. Das Projekt „Lila Badekappe“ musste also nochmal verschoben werden. Aber der Winter und die Vorbereitung für 2020 ist lang. Genug Zeit, um dieses Projekt jetzt anzugehen. Und zwar in der Vorbereitung auf meine zweite Langdistanz (nach 2018 HH ohne Swim).

Der Ironman Frankfurt 2020!

Auf diese Reise zur Lila Badekappe und nach Frankfurt, möchte ich euch gerne mitnehmen. Montag ging es wie geplant los. Von der Verletzung merke ich nichts mehr (Toi Toi Toi)! Ich freue mich, Euch mit auf diese Reise zu nehmen und Euch darüber in Regelmäßigen Abständen zu Berichten. Auf geht’s!

Euer Marco